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Geborgenheit

Viele Menschen wünschen sich, in vertrauter Umgebung sterben zu können. Sie wünschen sich einen Ort der Geborgenheit und Sicherheit, eine Umgebung, die ihnen das Gefühl gibt, mit ihren Ängsten, Schmerzen, Sorgen und Sehnsüchten angenommen zu werden. Und sie wünschen sich, nicht allein sein zu müssen, wenn die Dunkelheit der Nacht das Gespenst ‚Angst‘ immer näherrückt, wenn die Fieberträume hässliche Fratzen an die Wand werfen, wenn laute Geräusche wie Donnerschläge die Gedanken durchbrechen und Unruhe stiften.

Sie möchten gern eine Hand spüren, die den Schweiß von der Stirn wischt, das Kissen sanft zurechtrückt und mit Respekt ihren Körper berührt. Manch einer hofft auf einen verständnisvollen Blick, ein Lächeln, ein Gespräch, eine Möglichkeit, die vielen inneren Bilder zu ordnen und ein letztes Mal vom Glanz alter Tage erzählen zu können.

Groß ist die Sehnsucht nach einem Menschen, der die eigene Unsicherheit aushält, das Schluchzen und Weinen erträgt, der zuschauen kann, wie der Kampf ums Leben verloren wird, und der nicht unter der Last des Leides, das sich vor seinen Augen ausbreitet, zusammenbricht.

Viele dieser Wünsche fließen zwar in die Diskussion um einen würdigen Umgang mit der letzten Lebensphase ein, doch die öffentliche ‚Landschaft des Sterbens‘ ist davon noch weitgehend unberührt. Umso wichtiger sind Menschen, die bereit sind, sich für die letzte Wegstrecke als Begleiter zur Verfügung zu stellen.

Inspiration & Quelle: Bis zuletzt an Deiner Seite von Monika Specht-Tomann & Doris Tropper, Mvg Verlag

True meaning of life

We are visitors on this planet.
We are here for ninety
or one hundred years
at the very most.
During that period,
we must try to do
something good,
something useful
with our lives.
If you contribute
to other people’s happiness,
you will find the true goal,
the true meaning of life.

XIV. Dalai Lama